Chronik 1945 – 1965

JahrEreignis
22.04.1945Einmarsch der sowjetischen Truppen in Ludwigsfelde. Der Ort wird durch Bürgermeister Timm (1886-1946) kampflos übergeben. In der Säulenschule (Ernst-Thälmann-Straße), in Struveshof und in der Flieger-technischen Vorschule werden Lazarette eingerichtet.
15.05.1945In einer Baracke in der Taubenstraße, dem späteren Sitz der Stadtwirtschaft wird der Schulunterricht wieder aufgenommen.
29.05.1945Auf Grund einer Verordnung der Gemeindeverwaltung werden diverse Straßen von Ludwigsfelde umbenannt.
Juni 1945Der Bahnverkehr zwischen Lankwitz und Jüterbog kann wieder aufgenommen werden. Ende Juli fuhr der erste Personenzug bis Halle.
01.07.1945Anstelle des Landerziehungsheimes entsteht ein Jugendwerkhof als Erziehungsanstalt für straffällig gewordene und erziehungsschwierige Jungen und Mädchen.
23.07.1945In Ludwigsfelde eröffnet ein Kindergarten und ein Schulhort in der Taubenstraße.
Sommer 1945Als Reparationsmaßnahme musste auf der Vorortstrecke Lichterfelde Süd – Ludwigsfelde und auf der Anhalter Bahn von Südende bis hinter Wittenberg das zweite Gleis demontiert werden.
07.09.1945Das Gesetz zur Bodenreform wird erlassen. In Ludwigsfelde erhalten 9 Neubauern an der Rüsternallee und 3 Neubauern am Weinbergsweg jeweils 10 – 15 ha Boden.
18.10.1945Die Säulenschule kann wieder den Schulbetrieb aufnehmen.
16.12.1945Auf Grundlage des Befehls 162 der SMAD entsteht in Ludwigsfelde eine Neulehrerausbildungsstätte. Die Ausbildung findet zunächst nachmittags in der Zwiebelschule statt.
24.12.1945Der Zugverkehr auf der Vorortstrecke Lichterfelde Süd – Ludwigsfelde wird wieder aufgenommen.
Dezember 1945Die „Waldapotheke“ in der Jahnstraße wird eingerichtet und startet ihren Betrieb.
1945In der Nähe des Waldsportplatzes, etwa auf dem Gelände des heutigen Mercedes-Schulungszentrums, werden 3 Baracken als Notkrankenhaus eingerichtet.
1945Eine der Baracken des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers wird als Gemeindeamt eingerichtet, zusammen mit einer Polizeistation. Etwas später kommt dann auch noch die Sparkasse hinzu, die bis 1956 dort ihren Sitz hat.
08.01.1946Auf Befehl der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland (SMAD) wird das Daimler-Benz Werk offiziell beschlagnahmt. Es beginnt die Demontage und der Abtransport als Reparationsleistung sowie die Sprengung der meisten Gebäude und Anlagen.
Januar 1946Gründung der ortseigenen Konsumgenossenschaft im Kino in Ludwigsfelde. Anfangs hatte sie 750 Mitglieder.
Februar 1946Gründung der Volksbibliothek mit einem Anfangsbestand von 300 Büchern. Sie befand sich im Volkshaus im Rosenweg (heute Wohnhaus). Die Bücher wurden aus Spenden der KPD-Mitglieder zusammengetragen.
März 1946Die Konsumgenossenschaft Ludwigsfelde schließt sich der Bezirkskonsumgenossenschaft Trebbin an.
01.04.1946Die ersten beiden Kosum-Verkaufsstellen werden eröffnet. Es handelt sich um eine Lebensmittelverkaufsstelle in der heutigen Walter-Rathenau-Straße und einen Laden für lebensnotwendige Dinge in der Rheinstraße (vorm. Mohr, heute Wohnhaus).
06.08.1946In die ehemalige Großküche des Daimler-Benz Werkes in der Erich-Klausener-Straße zieht die Kreisparteischule des Kreises Teltow. Sie bleibt dort bis 1953.
15.09.1946In Ludwigsfelde finden die ersten demokratischen Gemeindewahlen statt. Die Wahlbeteiligung der 3606 Wahlberechtigten beträgt 82%. Als Ergebnis erhält die SED 9, die CDU 4 und die LDP 7 Sitze in der Gemeindevertretung.
1946Die Einwohnerzahl von Ludwigsfelde beträgt 5806 (gemeldet), in Struveshof zählt man 494 Einwohner. Es befinden sich auch viele Flüchtlinge und Vertriebene im Ort.
1946Schwerbehinderte Bürger gründen die Schlossergenossenschaft Ludwigsfelde – Handwerkergenossenschaft der Schwerbeschädigten m.b.H.
1946Da sie nun ihre Bedeutung verloren haben, werden die Haltepunkte Birkengrund Nord und Süd geschlossen.
1946Die Gaststätte „Zur Sonne“ erhält einen neuen Namen. Von nun an hieß sie „Haus Sanssouci“.
15.08.1947Wilhelm Pieck besucht Ludwigsfelde. Der zu dieser Zeit noch Reichsvorsitzende der SED hält in Ludwigsfelde eine Vorlesung vor dem Geschichtslehrerkursus und besichtigt die ehemalige Fliegertechnische Vorschule, in Zukunft Bildungsstätte für Neulehrer.
Sommer 1947Die Neulehrerausbildung wird in die ehemalige Fliegertechnische Vorschule nach Ludwigsfelde/Birkengrund verlegt.
1947Bildung der SG „Vorwärts“ Ludwigsfelde auf Initiative von Erich Vogler.
1947Das Notkrankenhaus am Waldstadion kann wieder aufgelöst werden.
19.04.1948Übernahme der verblieben Gebäude und des Geländes des ehemaligen Daimler-Benz-Werkes im Dorfe Ludwigsfelde durch den Bürgermeister.
12.08.1948Der Haltepunkt Birkengrund Süd wird erneut in Betrieb genommen.
01.09.1948Die Säulenschule erhält den Namen „Zentralschule“.
12.10.1948Einrichtung der Bibliothek in Ludwigsfelde aus Restbeständen der Daimler-Benz-Motoren GmbH und Spenden in der Hermann-Löns-Schule, später im Rat der Gemeinde.
1948Ausbau der Tischlerei am Krankenhaus. Es wurden Baracken des ehemaligen Daimler-Benz-Werkes dafür genutzt.
1948In einer Baracke in der Straße der Jugend wird ein Landambulatorium eingerichtet.
1948Beginn des Aufbaus des Hauptreparaturwerkes Ludwigsfelde. Der Name wurde nach Zusammenlegung des Ludwigsfelder Gemeindebetriebes und des Kreisbetriebs Rangsdorf vergeben. Ende 1949 zog der Betrieb in die heutige Lehrausbildungsstätte von Mercedes-Benz in der Brandenburgischen Straße um und bildete dort auch mehr als 40 Lehrlinge aus. Dieser Betrieb wurde 1952 nach Kleinmachnow verlagert.
1948Bau der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Gartenstraße.
Februar 1949Zur Unterstützung der Neubauern entsteht in Ludwigsfelde eine Maschinen-Ausleih-Station (MAS).
Februar 1949Die Polizei zieht in das Gebäude der damaligen Werkstraße 12. Mehr als 67 Jahre bleibt es ihr Sitz.
07.02.1949Die Gemeinde Struveshof bekommt ein Bodenreformgrundstück zu Friedhofszwecken übertragen.
01.09.1949In der Zentralschule in der Ernst-Thälmann-Straße beginnt der Aufbau einer Oberschule mit zwei neunten Klassen ("Oberschule im Aufbau"). Eines der Lehrerhäuser wird Internat für Schüler aus dem Umland.
1949Auf der Aschenbahn des Sportplatzes (Waldstadion) werden die ersten Radrennen ausgetragen.
September 1950Beginn der Lehrlingsausbildung im VEB Hauptreparaturwerk Ludwigsfelde. Später geht daraus die Betriebsberufsschule „Philipp Müller“ des VEB Industriewerke Ludwigsfelde hervor.
1950Dank größtenteils freiwilliger Aufbauarbeit entstand auf dem Gelände des ehemaligen Werkssportplatzes ein neues Sportgelände.
1950Beginn des Ausbaus der ehemaligen Küche Nord und des gegenüberliegenden Flachbaus im Werksgelände zum Kindergärtnerinnen-Seminar. Zwei Jahre später wird es nach Luckenwalde verlagert.
März 1951In der Jahnstraße eröffnet eine Kinderkrippe mit 25 Plätzen.
Ostern 1951Verlagerung des Kindergartens aus den Baracken in der Taubenstraße in den ehemaligen Gasthof „Ludwigsfelder Hof“ in der Ringstraße. Dort stehen 80 Plätze zur Verfügung.
01.05.1951Auflösung der KWU (Kommunale Wirtschaftsunternehmen). Der Rat der Gemeinde übernimmt die Bereiche Grundstücksverwaltung, Straßenreinigung, Friedhofsverwaltung, Wasserwerk und Müllabfuhr.
10.07.1951Fertigstellung des südlichen Berliner Außenrings (Abschnitt Ludwigsfelde – Grünau).
1951In 3 Holzhäusern am Waldstadion wird eine Sportschule eingerichtet.
01.03.1952Gründung und Baubeginn des VEB Industriewerke Ludwigsfelde auf Teilen des Geländes des ehem. Daimler-Benz-Werkes.
17.03.1952Im Industriewerk wird eine Betriebsfeuerwehr gegründet.
März 1952In Struveshof wird ein Kindergarten eröffnet.
10.04.1952Auf Grund der Entwicklung des Industriewerkes in Ludwigsfelde wird nun auch der Haltepunkt Birkengrund Nord wiedereröffnet.
15.04.1952Der Bahnhof Genshagener Heide wird für den öffentlichen Personenverkehr eröffnet.
01.07.1952Übergabe des Wasserwerkes an den VEB WAB Potsdam.
25.11.1952Das Jugendwerkheim Struveshof beantragt bei der Gemeinde Struveshof die Errichtung eines Bahnhaltepunktes in Struveshof. Die Gemeinde leitet den Antrag an das zuständige Reichsbahnamt weiter, er wird jedoch abgelehnt.
21.12.1952In der Halle 11 beginnt die Produktion von 20-Zylinder-Schiffsdieselmotoren.
Dezember 1952Übergabe der ersten Produktionshalle des Industriewerke (Halle 11) in Anwesenheit von Rosa Thälmann.
1952Die „Waldschule“ (3 Baracken vor dem Waldstadion) nimmt als Grundschule I ihren Betrieb auf.
1952Die Kreisgebietsreform wird durchgesetzt. Ludwigsfelde und die umliegenden Gemeinden gehören verwaltungstechnisch nun zum Bezirk Potsdam, Kreis Zossen.
1952Die BSG wird von der MAS übernommen, der Name ändert sich von SG „Vorwärts“ in BSG „Traktor“. Später übernehmen die Baubetriebe die Trägerschaft – neuer Name: BSG „Aufbau“.
1952Einrichtung eines Betriebsambulatoriums im Erdgeschoss der ehemaligen Fliegerschule. Es besteht dort 2 Jahre lang.
1952 - 1954Bau der sogenannten "Sozialistischen Wohnstadt" - des Dichterviertels. Auf den eigentlich geplanten Kulturpalast, das Rathaus und ein Hotel musste aus Kostengründen verzichtet werden. Auch für die geplante Post fehlten zunächst die finanziellen Mittel, erst Jahre später kann eine kleinere Variante ihre Türen öffnen. Die auf dem Gelände vorher befindlichen Baracken des ehemalige Kriegsgefangenenlagers wurden bis auf eine Aufseherbaracke, die schon als Gemeindebaracke dient, abgerissen. Diese dient später noch viele Jahre der Gemeinde/Stadt als „Rathaus“.
01.01.1953Die Abteilungen Klempnerei und Elektroinstallation, hervorgegangen aus den ehemaligen Kommunalen Wirtschaftsunternehmen (KWU) schließen sich zum VEB Klempnerei und Elektroinstallation zusammen. Standort ist das Gelände in der Taubenstraße 48.
28.01.1953Gründung der Betriebssportgemeinschaft „Motor“, hervorgegangen aus der Sportgemeinschaft „Aufbau“.
31.05.1953Die MAS/MTS Ludwigsfelde erhält den ersten Mähdrescher (Stalinez 4) aus der Sojetunion.
17.06.1953Auch in Ludwigsfelde kommt es in Zusammenhang mit dem Volksaufstand zu Unruhen. Ausgelöst wurden sie hier durch die Bauarbeiter, die mit dem Aufbau der "Sozialistischen Wohnstadt", des Dichterviertels beschäftigt waren. Am Ende kam es allerdings "nur" zu einigen Verhaftungen.
23.08.1953Grundsteinlegung für die Kirche der evangelischen Gemeinde „St. Michael“.
1953Die MAS wird in eine Maschinen-Traktoren-Station (MTS) umgewandelt und nach Löwenbruch verlegt.
1953Die Oberschule zieht in das Gebäude der Zwiebelschule.
15.02.1954Die neu errichtete Poliklinik mit Bettenhaus kann eingeweiht werden. Das Gebäude wurde auf dem Gelände der ehemaligen Halle 12 des Daimler-Benz Werkes gebaut.
22.09.1954Der VEB Klempnerei und Elektroinstallation Ludwigsfelde erhält den Namen VEB (K) Rohrleitungs- und Elektrobau (REB). Betriebssitz ist noch immer die Taubenstraße 48.
03.11.1954In der im früheren Landambulatorium neu eingerichteten Geburtsstation erblickt das erste Kind das Licht der Welt.
1954Eröffnung einer Schlächterei, Fleischerei und Verkauf Ewald Michaelis aus Siethen, Rotdornweg 1-3 in der Holzhaussiedlung.
1954Weitere Straßenumbenennungen werden vorgenommen. Die alten Namen erinnerten zu sehr an den alten Rüstungsbetrieb.
1954In der Maxim-Gorki-Straße / Ecke Straße des Aufbaus öffnet ein Schreibwarenladen.
07.02.1955Bandanlauf für die Produktion von Motorrollern des Typs "Pitty" (5 PS, 125 ccm, 70 km/h). Sie werden bis 1956 hergestellt.
08.05.1955Die evangelische Kirche zu Ludwigsfelde „Sankt Michael“ im Margaritenweg wird eingeweiht.
01.09.1955In der damaligen Straße der Jungen Pioniere beginnt in der fertiggestellten Oberschule II der Schulunterricht. Die Schüler aus der Waldschule besuchen von nun an diese Schule. Die Waldschule selbst wird geschlossen.
1955Start der Speiseeisherstellung von „Eis Schröder“ in einem Eiswagen an der Potsdamer Straße / Einmündung Ringstraße auf der Wiese.
1955Die Bibliothek hat einen Bestand von 2917 Büchern.
01.05.1956Der erste Schiffsdiesel, aus ökonomischen Gründen ein Nachbau des Daimler-Benz Hochleistungsdieselmotors MB 511, wurde vorgestellt. Dieser Motor ist erstmalig komplett aus in der DDR gefertigten Teilen hergestellt worden.
07.05.1956Die Produktion des Motorrollers SR 56 "Wiesel" (5,5 PS, 125 ccm, 75 km/h) startet. Sie endet im Jahre 1959.
08.05.1956Der erste Spatenstich für die Errichtung des Kulturhauses wird vollzogen.
18.12.1956Anlässlich des 100. Todestages von Heinrich Heine wird das von Waldemar Grzimek geschaffene Heinrich-Heine-Denkmal eingeweiht.
1956Die Kinderbibliothek wird von der Erwachsenenbibliothek getrennt und im Klubhaus untergebracht.
1956Die Sparkasse zieht aus der Baracke des Gemeindeamtes in das Gebäude Jahnstraße 25, den ehemaligen Sitz der Deutschen Bank um.
1956Der Dorfarbeitsplan dieses Jahres beinhaltet die Errichtung einer Industrie-Großverkaufsstelle für Uhren, Schmuck, Foto, Glas und Porzellan, des späteren "Haus des Handwerks". Des weiteren beschließt man, die zu sammelnden Altstoffe über den planmäßig zu erbringenden Schrott und Buntmetall hinaus auch auf "Alt-Papier, Lumpen und Knochen und Flaschen jeder Art" auszudehnen.
04.09.1957Gründung der Arbeiterwohnungsgenossenschaft (AWG) Ludwigsfelde, der Vorgängerin der heutigen LWG.
1957In der Walter-Rathenau-Straße wird ein Schwesternwohnheim eingerichtet.
14.03.1958Das Gelände um den Pechpfuhl erhält den Status eines Landschaftsschutzgebietes.
27.03.1958Erster Spatenstich für das erste AWG-Wohnhaus in Ludwigsfelde. Es steht noch heute und befindet sich an der Potsdamer Straße Ecke Rathausstraße.
März 1958Die Schiffsdieselproduktion wird nach Roßlau ausgelagert und damit im IWL beendet.
01.05.1958Der Seitenflügel des Klubhauses wird eingeweiht.
13.07.1958In Ludwigsfelde findet das erste Motorrollertreffen statt.
1958Ein Teil des IWL soll ab jetzt für die Generalreparatur von Strahltriebwerken für die Luftstreitkräfte der NVA bereitstehen. Daraus entsteht später das Instandsetzungswerk Ludwigsfelde.
1958Das neue Postgebäude in der Potsdamer Straße Ecke Rudolf-Breitscheid-Straße wird seiner Bestimmung übergeben.
ab 1958Freie Kapazitäten im IWL in Umstellungsphasen der Hauptproduktion werden zur Herstellung weiterer versch. Bedarfsgüter genutzt, z.B. Dieselameisen, Krautwellenzapfschläger, Rennbootmotoren, Montage von Militärkübelwagen u.a.. Dies wird bei Beginn der LKW-Produktion eingestellt.
Januar 1959Der verstorbene Bürgermeister von Struveshof Robert Kaltenbrunn wird als Letzter auf dem Friedhof von Struveshof beerdigt. Insgesamt befinden sich 17 Grabstellen auf dem Friedhof. Noch bis zum Bau des Kreisverkehrs und des Bahnhofs Struveshof waren dort im Wald die Grabsteine zu finden. Inzwischen ist er überbaut.
11.03.1959Grundsteinlegung für ein weiteres neues Wohngebiet in Ludwigsfelde. Zwischen der Potsdamer Straße, der Karl-Liebknecht-Straße/August-Bebel-Straße und der Straße der Einheit beginnt der Bau von „Ludwigsfelde-West“. Dabei verschwinden nun auch die meisten Baracken des Ostarbeiterlagers.
17.04.1959Einweihung des Saales des Klubhauses und der Bühne.
01.05.1959Die Motorrollerproduktion wird auf den Typ SR 59 "Berlin" (7,5 PS, 150 ccm, 85 km/h) umgestellt. Er wird bis 1962 produziert.
31.05.1959Der Bahnhof Genshagener Heide ist ab jetzt nur noch für den IWL-Werkverkehr sowie für Umsteiger freigegeben.
01.09.1959Nach Auflösung des Jugendwerkhofes Struveshof, u.a. auf Grund seiner Nähe zu West-Berlin, wird dort das Institut für Jugendhilfe eröffnet.
06.10.1959Das Ludwigsfelder Klubhaus bekommt den Namen „Arthur Ladwig“ verliehen.
07.10.1959In Ludwigsfelde wird das Klubhaus "Arthur Ladwig" eröffnet.
1959Die bisherige Oberschule wird zur Erweiterten Oberschule (EOS), die Zentralschule wird zur Polytechnische Oberschule (POS).
01.03.1960Das Konsum-Warenhaus in der Straße des Aufbaus wird der Öffentlichkeit übergeben.
25.03.1960Der Ministerpräsident der DDR Otto Grotewohl besucht Ludwigsfelde.
01.09.1960In Struveshof entsteht eine Ausbildungsstätte für Jugendfürsorger und Heimerzieher.
01.09.1960An der Betriebsberufsschule des VEB Industriewerke Ludwigsfelde beginnt eine Berufsausbildung mit Abitur.
1960Das Dichterviertel wird komplettiert. Es wird in einem zweiten Bauabschnitt um weitere 13 Wohnblocks und zwei Läden ergänzt.
1960Eröffnung der Verkaufsstelle „Blumen“ der GPG Blumenstadt Trebbin in der späteren „Galerie am Eck“ an der Potsdamer Straße Ecke Theaterstraße.
1960Die HO-Fleischverkaufsstelle in der Straße der Jungen Pioniere und die direkt gegenüberliegende HO-Schuhverkaufsstelle eröffnen.
1960In Ludwigsfelde leben schon 13.009 Menschen.
28.02.1961Die DDR beschließt, die Luftfahrtindustrie aufzulösen. Das bedeutete auch das Ende der Triebwerksproduktion in Ludwigsfelde. Insgesamt wurden nur 28 Stück fertiggestellt. Die Gründe lagen in der mangelnden wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Landes sowie am mangelnden Interesse der Sowjetunion, DDR-Flugzeuge zu kaufen.
09.05.1961Die Kinderkrippe in der Straße der Jugend / Ecke Fichtestraße eröffnet.
01.08.1961Struveshof wird auf eigenen Wunsch in die Gemeinde Ludwigsfelde eingemeindet. Es handelt sich um eine Fläche von 1,96 qkm, auf der 316 Einwohner leben.
13.08.1961Bei der Errichtung der Mauer übernehmen auch Ludwigsfelder Kampfgruppeneinheiten Sicherungsaufgaben.
1961Im IWL eröffnet die Kinderkrippe Nord mit 62 Plätzen.
1961In der ehemaligen Großküche des Daimler-Benz Werkes in der Erich-Klausener-Straße eröffnet ein Kindergarten mit Wochenkindergarten mit 225 Plätzen.
1961Ewald Bischoff eröffnet in Ludwigsfelde etwa gegenüber des Hochhauses eine kleine Schuhreparaturwerkstatt.
1961Der Schreibwarenladen in der Maxim-Gorki-Str. / Ecke Straße des Aufbaus wird zur Volksbuchhandlung mit Schreibwarenverkauf.
Mai 1962Der Bahnhof Genshagener Heide wird mit einem Abfertigungsgebäude und einer Fußgängerbrücke erneut für den öffentlichen Personenverkehr eröffnet.
01.09.1962In der Straße der Einheit wird die Oberschule III eröffnet. Sie erhält den Namen „Rosa Luxemburg“.
01.10.1962Im Ortsteil Struveshof wird auf dem Gelände des ehemaligen Landerziehungsheims das Zentralinstitut für Weiterbildung der Lehrer und Erzieher eröffnet.
01.12.1962In der Straße der Jugend eröffnet eine Sonderschule.
21.12.1962Es ergeht der Beschluss des Ministerrates der DDR, in Ludwigsfelde eine LKW-Produktion aufzubauen.
1962In der Straße der Einheit eröffnet ein neuer Kindergarten mit 100 Plätzen.
1962An der Erich-Weinert-Straße Ecke Rosa-Luxemburg-Straße eröffnet die Kaufhalle „Flink Fertig“. Diese Verkaufseinrichtung war anfangs sogar 7 Tage in der Woche geöffnet.
1962/1963Die Bautätigkeit in Ludwigsfelde stagniert und kommt schließlich ganz zum Erliegen. Grund sind fehlende Investitionsmittel für Ludwigsfelde. Erst 1964, als klar ist, dass eine LKW-Produktion anlaufen wird, ändert sich dies wieder.
1962/1963

Blick auf das ehem. MTS-Gelände

Mit der Bildung der LPG's hatten die MTS ihre Aufgabe verloren. Die Technik der Ludwigsfelder MTS mit Sitz in Löwenbruch wurde an die LPG Löwenbruch übergeben, die MTS selbst wurde in eine Reparatur-Technische Station (RTS) umgewandelt.
Januar 1963Start der Produktion des letzten Typs der erfolgreichen Ludwigsfelder Motorroller, des "Troll 1" (9,5 PS, 150 ccm, 90 km/h). Insgesamt werden 56.513 Roller dieses Typs gebaut.
01.04.1963Beginn der Projektierung des Autowerkes zur Produktion des LKW W50.
01.07.1963Der VEB (K) Rohrleitungs- und Elektrobau wird in die neugebildete VVB Rohrleitungen und Isolierungen Leipzig eingegliedert.
1963Im Krankenhaus gibt es 18 Ärzte, 5 Zahnärzte und bis zu 100 Betten für die stationäre Behandlung.
05.06.1964Grundsteinlegung für die Endmontagehalle (Halle 142) zum Bau des IFA W50 im Automobilwerk.
Juli 1964Das erste Lager für Arbeit und Erholung wird mit 25 Jugendlichen in Siethen eröffnet.
24.12.1964Die Motorrollerproduktion im IWL wird beendet. Insgesamt wurden in Ludwigsfelde 239.149 Roller gebaut.
1964Eröffnung des Internats 2 für die EOS mit 50 Plätzen in Struveshof.
1964Die Erwachsenenbibliothek zieht ins 1. OG über dem Kino.
1964Aus den RTS des Kreises Zossen entsteht der Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL) mit Sitz in Nächst Neuendorf.
1964Einweihung der neuen AWG-Zentrale, damals an der Ecke Potsdamer Straße und des heutigen Anton-Saefkow-Ring gelegen.
1964Ludwigsfelde ist mit 12.200 Einwohnern die größte Gemeinde des Kreises Zossen.
01.01.1965Die Elektroabteilung des Ludwigsfelder Betriebes der VVB Rohrleitungen und Isolierungen Leipzig wird ausgegliedert. Von nun an ist der Name VEB Rohrleitungsbau Ludwigsfelde.
15.01.1965Auf der Baustelle für die Endmontagehalle 142 wird Richtfest gefeiert.
01.07.1965Anlauf des Endmontagebandes in der Halle 142.
17.07.1965Der erste LKW W50 verlässt den VEB IFA Automobilwerke Ludwigsfelde, der bis dahin noch IWL hieß.
18.07.1965Ludwigsfelde erhält das Stadtrecht und wird damit die 629. Stadt der DDR. Mit einem Durchschnittsalter von 30 Jahren ist sie die jüngste Stadt des Bezirkes Potsdam.

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